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Schönheitswahn im Fokus: Kennzeichnungspflicht für bearbeitetes Bildmaterial dringend notwendig!

Kennzeichnungspflicht für bearbeitetes Bildmaterial dringend notwendig zum Schutz der Jugendlichen






In Berlin wurde kürzlich über die Kennzeichnungspflicht von bearbeitetem Bildmaterial diskutiert. Während Norwegen, Frankreich und Israel bereits Regelungen für Werbung und Influencer implementiert haben, scheint Deutschland auf diesem Gebiet im "Schönheits"-Schlaf zu liegen. In Großbritannien werden derweil erste Vorstöße im Unterhaus unternommen, um eine verschärfte Reglementierung von Influencern und Werbetreibenden mit hohen Geldstrafen zu erreichen. Im Gegensatz dazu sind in Deutschland alle Versuche, den Schutz von Kindern und jungen Erwachsenen in den sozialen Medien zu verbessern, gescheitert. Nun setzen sich die DGPRÄC, VDÄPC und DGÄPC, die führenden Fachgesellschaften für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Deutschland, für den Schutz der jungen Zielgruppe ein und fordern eine Kennzeichnungspflicht. Es ist wichtig, dass junge Menschen vor manipulierten Bildern geschützt werden, um ihre psychische Gesundheit zu bewahren.
Die führenden Fachgesellschaften für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Deutschland setzen sich verstärkt für eine Kennzeichnungspflicht von bearbeitetem Bildmaterial ein, um vor allem die junge Zielgruppe vor den Auswirkungen manipulierter Bilder in den sozialen Medien zu schützen.

Wie können wir junge Menschen vor den Auswirkungen von unrealistischen Schönheitsidealen schützen? Dieser Frage haben sich bereits einige Länder, wie Norwegen und Frankreich, gestellt und Kennzeichnungspflichten für bearbeitetes Bildmaterial in Werbung und sozialen Netzwerken eingeführt. In Deutschland sind solche Versuche jedoch bisher im Sande verlaufen. Die DGPRÄC, VDÄPC und DGÄPC setzen sich nun gemeinsam dafür ein, die Medienkompetenz junger Menschen zu erhöhen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Seriöse Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie grenzen sie sich klar von idealisierten Körperbildern ab und warnen vor psychischen Erkrankungen wie der Dysmorphophobie, was durch die sozialen Medien gefördert wird.


Schönheitswahn in sozialen Medien: Warum die Kennzeichnungspflicht für bearbeitetes Bildmaterial so wichtig ist!





Schönheits-OPs durch soziale Medien: Immer mehr junge Menschen lassen sich von unrealistischen Schönheitsidealen beeinflussen. Das bestätigt auch PD Dr. Alawi "In der Klinik stellen sich zunehmend Patienten vor, die einen äußerst starken Wunsch für unrealistische Schönheitsideale darlegen."

Hier sind aber auch die Fähigkeiten des Plastischen Chirurgen gefragt. Hier zählen vor allem Empathie, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeiten dazu. Es ist wichtig, die Bedürfnisse und Wünsche der Patienten zu verstehen und gleichzeitig die möglichen Risiken und Grenzen von Schönheitsoperationen aufzeigen. Eine offene und ehrliche Kommunikation sowie eine realistische Erwartungshaltung sind dabei unerlässlich.

Die aktuellen Zahlen der DGÄPC-Statistik 2022 belegen diesen Trend. Während im Jahr 2020 nur 2,3% der Befragten und 2021 4,0% der Befragten angaben, dass Posts in den Sozialen Medien den Wunsch nach Veränderung verstärken, waren es 2022 bereits 10,6% aller Befragten im Alter von 18-80+ Jahren. Besonders alarmierend ist die Steigerung bei der jungen Zielgruppe unter 30 Jahren: Hier stieg der Anteil von 9,0% auf 20,9%.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, entsteht die Notwendigkeit eine Kennzeichnungspflicht für bearbeitetes Bildmaterial in sozialen Medien. Aktuell sprechen sich 64% der Befragten in der laufenden Patientenbefragung für DGÄPC Statistik 2023 dafür aus, 13% sind dagegen und 22% nicht betroffen.

Ein Vorbild könnte Norwegen sein, wo seit dem 01.07.2022 alle bearbeiteten Bilder in sozialen Medien deutlich sichtbar mit einem Logo gekennzeichnet werden müssen. Es ist Zeit, die psychische Gesundheit junger Menschen zu schützen und unrealistische Schönheitsideale zu bekämpfen.
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